KuCoin vs Binance: Welcher Broker passt für Österreich?
KuCoin oder Binance? Detaillierter Vergleich: Gebühren, Regulierung, Steuern für österreichische Trader.
- Mindesteinlage
- €1
- Kein Minimum
- Regulierung
- Seychelles
- CySEC
- Gegründet
- 2017
- 2017
- Gesamtbewertung
- 3.9/5
- 4.3/5
- Verfügbar in
- AT, DE, CH
- AT, DE, CH
KuCoin vs. Binance: Überblick für österreichische Trader 2026
Binance und KuCoin zählen weltweit zu den meistgenutzten Kryptobörsen und sind auch bei österreichischen Tradern beliebt. Binance wurde 2017 gegründet und ist nach Handelsvolumen die größte Kryptobörse der Welt. KuCoin, ebenfalls 2017 gestartet, positioniert sich als Plattform mit besonders breitem Altcoin-Angebot. Beide Börsen richten sich an Privatanleger sowie erfahrene Trader und bieten Spot-Handel, Futures und Staking an. Für österreichische Nutzer ist relevant, dass weder Binance noch KuCoin über eine österreichische FMA-Lizenz verfügen. Binance operiert in der EU über seine registrierte Einheit in mehreren Mitgliedstaaten, während KuCoin bislang keine EU-spezifische MiCA-Zulassung vorweisen kann. Im Jahr 2026 gewinnt die MiCA-Verordnung der EU an Bedeutung, was die regulatorische Situation beider Anbieter beeinflusst. Nutzer sollten sich bewusst sein, dass der Kundenschutz bei unregulierten Offshore-Plattformen eingeschränkt ist. Binance bietet eine deutschsprachige Oberfläche und lokalen Support, was für österreichische Einsteiger ein Vorteil ist. KuCoin punktet mit einem besonders großen Angebot an kleineren Kryptowährungen, die auf Binance nicht gelistet sind.
§02Gebühren im Vergleich: KuCoin vs. Binance
Die Gebührenstruktur beider Börsen ist ähnlich aufgebaut, unterscheidet sich aber in Details. Binance berechnet im Spot-Handel standardmäßig 0,10 Prozent pro Trade für Maker und Taker. Durch die Nutzung des plattformeigenen Tokens BNB reduziert sich die Gebühr auf 0,075 Prozent. KuCoin liegt mit 0,10 Prozent ebenfalls im Marktdurchschnitt, bietet aber durch den eigenen Token KCS eine Reduktion auf 0,08 Prozent. Bei Futures-Trading sind die Gebühren bei beiden Plattformen vergleichbar, wobei Binance aufgrund des höheren Liquiditätsniveaus oft bessere Spreads aufweist. Ein- und Auszahlungen per Kreditkarte oder SEPA sind bei beiden Anbietern möglich, wobei Fiat-Einzahlungen via SEPA in der Regel gebührenfrei sind. Kreditkartenzahlungen hingegen kosten bei beiden Plattformen zwischen 1,8 und 2,5 Prozent. Auszahlungen in Euro über SEPA sind bei Binance direkter möglich. KuCoin hat bei Fiat-Auszahlungen in Euro im Jahr 2026 noch eingeschränktere Optionen, sodass häufig ein Zwischenschritt über eine weitere Plattform nötig ist. Für häufige Trader lohnt sich ein Blick auf die jeweiligen VIP-Programme beider Börsen, die bei hohem Volumen deutliche Gebührenreduktionen ermöglichen.
§03Für wen ist welcher Broker besser geeignet
Die Wahl zwischen Binance und KuCoin hängt stark vom eigenen Nutzerprofil ab. Binance eignet sich besonders für Einsteiger und fortgeschrittene Trader, die Wert auf eine deutschsprachige Benutzeroberfläche, hohe Liquidität und eine breite Palette etablierter Kryptowährungen legen. Die Plattform bietet zudem ein umfangreiches Lernportal sowie einen vergleichsweise gut erreichbaren Kundensupport. Österreichische Nutzer profitieren bei Binance von klareren SEPA-Zahlungsoptionen und einer EU-nahen Regulierungsstruktur im Rahmen der MiCA-Umsetzung 2026. KuCoin richtet sich eher an erfahrene Trader, die gezielt in kleinere Altcoins oder neue Projekte investieren möchten, die auf Binance nicht verfügbar sind. Die Plattform bietet über 700 Handelspairs und ist damit eine der Börsen mit dem breitesten Kryptoangebot weltweit. Für Nutzer, die an Early-Stage-Projekten interessiert sind, bietet KuCoin mit seinem Launchpad-Bereich besondere Möglichkeiten. Allerdings ist das Risiko bei solchen Projekten erhöht. Wer primär Bitcoin, Ethereum und die gängigsten Top-20-Coins handeln möchte, ist mit Binance besser bedient. Wer ein diversifiziertes Portfolio mit Nischen-Altcoins aufbauen will, findet bei KuCoin eine größere Auswahl.
§04Steuerliche Hinweise für österreichische Trader
In Österreich unterliegen Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen seit der Steuerreform 2022 der Kapitalertragsteuer (KESt) in Höhe von 27,5 Prozent. Diese Regelung gilt unabhängig davon, auf welcher Plattform gehandelt wird, also auch bei Binance und KuCoin. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) behandelt Kryptowährungen steuerrechtlich als Kapitalvermögen. Gewinne aus dem Tausch von Kryptowährungen untereinander sowie aus dem Verkauf gegen Fiat-Währungen sind grundsätzlich steuerpflichtig. Weder Binance noch KuCoin führen automatisch österreichische KeSt ab, da es sich um ausländische Plattformen handelt. Österreichische Trader sind daher verpflichtet, ihre Gewinne selbst in der Steuererklärung anzugeben. Hierfür empfiehlt sich die Nutzung spezialisierter Krypto-Steuertools wie Blockpit oder Cointracking, die Transaktionshistorien aus beiden Plattformen importieren können. Verluste aus Kryptogeschäften können innerhalb derselben Einkunftsart gegengerechnet werden. Staking-Erträge gelten in Österreich ebenfalls als steuerpflichtige Einkünfte. Wer unsicher ist, sollte einen Steuerberater mit Krypto-Kenntnissen konsultieren, da die Rechtslage komplex ist und sich weiterentwickelt. Eine Beratung durch die FMA oder das BMF kann ebenfalls in Anspruch genommen werden.
- Beide Plattformen können von österreichischen Privatpersonen grundsätzlich genutzt werden. Weder Binance noch KuCoin verfügen jedoch über eine FMA-Lizenz. Im Rahmen der EU-weiten MiCA-Regulierung, die ab 2026 vollständig gilt, müssen Kryptobörsen bestimmte Anforderungen erfüllen, um in der EU tätig zu sein. Nutzer sollten die aktuelle regulatorische Lage der jeweiligen Plattform vor der Registrierung prüfen.