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Broker-Vergleich · AT

Binance vs Blockpit: Welcher Broker ist besser für Österreich?

Binance oder Blockpit? Detaillierter Vergleich für österreichische Trader: Gebühren, Regulierung, Steuern. Jetzt vergleichen.

Stand 08. Mai 2026Autor Paul PfeifferLesezeit ~7 min
KennzahlBinanceBlockpit
Mindesteinlage
Kein Minimum
Kein Minimum
Regulierung
CySEC
Gegründet
2017
2017
Gesamtbewertung
4.3/5
4.5/5
Verfügbar in
AT, DE, CH
AT, DE, CH

Binance vs. Blockpit: Überblick für österreichische Krypto-Nutzer 2026

Binance und Blockpit erfüllen grundlegend verschiedene Funktionen und sind daher nur bedingt direkt vergleichbar. Binance ist eine der weltweit größten Kryptobörsen und dient dem Kauf, Verkauf und Handel von Kryptowährungen. Blockpit hingegen ist eine österreichische Steuersoftware, die speziell für die Erstellung von Krypto-Steuerberichten entwickelt wurde. Viele österreichische Trader nutzen beide Dienste parallel: Binance als Handelsplattform und Blockpit zur steuerkonformen Aufbereitung der Transaktionsdaten. Binance hat seinen Sitz außerhalb der EU, operiert aber seit 2023 verstärkt mit regulierten Tochtergesellschaften in Europa. Blockpit wurde in Linz gegründet und ist auf die Anforderungen des österreichischen Steuerrechts sowie die EU-weite MiCA-Regulierung ausgerichtet. Wer in Österreich aktiv Kryptowährungen handelt, benötigt in der Regel eine verlässliche Handelsplattform und gleichzeitig ein Werkzeug zur Steuerdokumentation. Der Vergleich dieser beiden Anbieter hilft dabei, die jeweiligen Stärken klar einzuordnen und die eigene Infrastruktur für den Krypto-Handel rechtssicher aufzustellen.

§02Gebühren im Vergleich: Binance und Blockpit

Binance erhebt für Spot-Trades standardmäßig eine Maker- und Taker-Gebühr von je 0,10 Prozent. Durch den Einsatz des plattformeigenen Tokens BNB oder durch höhere Handelsvolumina lässt sich diese Gebühr deutlich reduzieren. Zusätzlich fallen Gebühren für Einzahlungen per SEPA, Kreditkarte oder andere Zahlungsmethoden an, die je nach Methode zwischen null und mehreren Prozent liegen können. Blockpit arbeitet nach einem Abonnementmodell. Im Jahr 2026 bietet Blockpit verschiedene Tarife an, die sich nach der Anzahl der Transaktionen richten. Der Einstiegstarif für bis zu 50 Transaktionen ist kostenlos. Kostenpflichtige Pläne beginnen ab rund 49 Euro pro Steuerjahr und steigen je nach Transaktionsvolumen an. Für sehr aktive Trader mit tausenden Transaktionen sind Premium-Tarife erforderlich. Ein direkter Gebührenvergleich ist schwierig, da es sich um unterschiedliche Dienstleistungskategorien handelt. Aus Gesamtkostenperspektive sollten österreichische Trader beide Kostenpositionen in ihre Kalkulation aufnehmen, da Blockpit indirekt notwendig ist, um Steuerstrafen und Fehler bei der Steuererklarung zu vermeiden.

§03Für wen ist welcher Dienst besser geeignet?

Binance eignet sich für Trader, die Zugang zu einem breiten Spektrum an Kryptowährungen, Derivaten, Staking und weiteren Produkten suchen. Die Plattform bietet fortgeschrittene Charting-Tools, API-Zugang und hohe Liquiditat. Einsteiger konnen von der umfangreichen Lernplattform Binance Academy profitieren. Allerdings ist die Vielzahl an Funktionen fur absolute Anfanger zunachst uberwältigend. Blockpit richtet sich an alle, die in Österreich steuerpflichtige Krypto-Transaktionen durchgefuhrt haben und dafür einen rechtskonformen Steuerbericht benotigen. Die Software importiert automatisch Daten von Dutzenden Borsen, Wallets und DeFi-Protokollen, einschließlich Binance. Blockpit ist besonders wertvoll fur Nutzer mit vielen Transaktionen uber mehrere Plattformen hinweg. Fur steuerlich weniger aktive Nutzer mit sehr wenigen Transaktionen kann die kostenlose Version ausreichen. Zusammengefasst: Binance ist das Handelswerkzeug, Blockpit das Steuerwerkzeug. Wer auf Binance handelt und in Österreich steuerpflichtig ist, sollte Blockpit oder eine vergleichbare Losung in Betracht ziehen, um die gesetzlichen Meldepflichten zu erfullen.

§04Österreichische Steuerhinweise: Was Trader 2026 wissen müssen

Seit der Krypto-Steuerreform, die in Österreich mit 1. Marz 2022 in Kraft trat, unterliegen Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen der Kapitalertragsteuer (KESt) in Hohe von 27,5 Prozent. Das Bundesministerium fur Finanzen (BMF) behandelt Kryptowährungen seitdem als Kapitalvermogen. Die steuerliche Behandlung gilt fur Tauschgeschäfte zwischen Kryptowährungen, den Verkauf gegen Fiat-Wahrungen sowie Einnahmen aus Staking und Lending. Mining hingegen wird als Einkünfte aus Gewerbebetrieb eingestuft. Österreichische Trader sind verpflichtet, Gewinne korrekt in der Einkommensteuererklarung auszuweisen. Inlandsbroker mit KESt-Abzug ubernehmen die Steuerabfuhrung automatisch, jedoch gilt das fur Binance als auslandische Plattform nicht. Nutzer von Binance mussen ihre Gewinne selbst berechnen und melden. Blockpit unterstuzt dabei durch die FIFO-Methode und automatisierte Berichte, die mit den Anforderungen des osterreichischen Steuerrechts kompatibel sind. Die FMA reguliert in Österreich den Krypto-Bereich im Rahmen der EU-MiCA-Verordnung. Es empfiehlt sich, einen Steuerberater hinzuzuziehen, insbesondere bei komplexen Sachverhalten wie DeFi, NFTs oder grenzuberschreitenden Transaktionen.

Häufige Fragen
  • Ja, Blockpit unterstutzt den automatischen Import von Binance-Transaktionsdaten uber eine API-Verbindung oder den Upload von CSV-Exportdateien. Nach dem Import werden alle Trades, Ein- und Auszahlungen sowie Staking-Ertrage automatisch kategorisiert und fur den Steuerbericht aufbereitet.
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