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Broker-Vergleich · AT

Binance vs Bybit: Welcher Broker ist besser für Österreich?

Binance oder Bybit? Detaillierter Vergleich für österreichische Trader: Gebühren, Regulierung, Steuern. Jetzt vergleichen.

Stand 08. Mai 2026Autor Paul PfeifferLesezeit ~7 min
KennzahlBinanceBybit
Mindesteinlage
Kein Minimum
€1
Regulierung
CySEC
VASP Cyprus
Gegründet
2017
2018
Gesamtbewertung
4.3/5
4.1/5
Verfügbar in
AT, DE, CH
AT, DE, CH

Überblick: Binance vs. Bybit für österreichische Trader 2026

Binance und Bybit zählen im Jahr 2026 zu den meistgenutzten Krypto-Handelsplattformen weltweit, auch unter österreichischen Nutzern. Binance wurde 2017 gegründet und bietet mit über 350 handelbaren Kryptowährungen das breitere Angebot. Die Plattform verfügt über eine eigene Krypto-Zahlungskarte sowie einen integrierten P2P-Marktplatz. Bybit, gegründet 2018, hat sich ursprünglich auf Derivate spezialisiert und bietet heute ebenfalls Spot-Handel, Staking und Copy-Trading an. Beide Plattformen sind nicht von der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA reguliert, was Nutzer berücksichtigen sollten. Binance besitzt in einigen EU-Ländern lokale Lizenzen, jedoch keine spezifische österreichische Zulassung. Bybit hat seinen europäischen Standort nach Zypern verlegt. Für österreichische Nutzer bedeutet das: Beide Plattformen operieren in einer regulatorischen Grauzone, auch wenn sie unter die EU-Kryptoregulierung MiCA fallen. Die Benutzeroberflächen beider Anbieter sind auf Deutsch verfügbar. Der Kundensupport ist bei Bybit laut Nutzerbewertungen etwas reaktionsschneller, während Binance durch seine schiere Größe und Liquidität punktet. Beide Plattformen bieten mobile Apps für iOS und Android an.

§02Gebühren im Vergleich: Binance und Bybit

Im Bereich Handelsgebühren unterscheiden sich Binance und Bybit nur geringfügig. Binance berechnet beim Spot-Handel standardmäßig 0,10 Prozent pro Trade für Maker und Taker. Durch den Einsatz des plattformeigenen Tokens BNB lässt sich dieser Satz auf 0,075 Prozent reduzieren. Bybit berechnet im Spot-Handel ebenfalls 0,10 Prozent für Taker und 0,10 Prozent für Maker, bietet aber aktiven Tradern durch ein VIP-Programm gestaffelte Rabatte. Im Futures- und Derivatehandel liegt Bybit mit Maker-Gebühren von 0,02 Prozent und Taker-Gebühren von 0,055 Prozent leicht günstiger als Binance, das 0,02 Prozent bzw. 0,04 Prozent verlangt. Ein-und Auszahlungen per Kreditkarte sind auf beiden Plattformen mit höheren Kosten verbunden, typischerweise zwischen 1,8 und 3,5 Prozent. SEPA-Überweisungen sind bei beiden Anbietern kostenlos oder sehr günstig verfügbar. Für österreichische Nutzer, die regelmäßig handeln, können sich durch das Volumen-basierte Gebührensystem erhebliche Einsparungen ergeben. Versteckte Kosten entstehen vor allem durch Spread-Unterschiede bei weniger liquiden Altcoins, was auf beiden Plattformen beachtet werden sollte.

§03Für wen ist welcher Broker besser geeignet

Die Wahl zwischen Binance und Bybit hängt maßgeblich vom eigenen Handelsprofil ab. Binance eignet sich besonders für Einsteiger und Nutzer, die eine breite Auswahl an Kryptowährungen suchen. Das Ökosystem umfasst Staking, Launchpad, NFT-Marktplatz und eine Debitkarte, was es zur All-in-One-Plattform macht. Wer also langfristig investiert, Altcoins kaufen möchte oder den Einstieg in das Krypto-Ökosystem sucht, findet bei Binance einen geeigneten Startpunkt. Bybit hingegen richtet sich stärker an erfahrene Trader, die aktiv mit Hebelprodukten, Perpetual Futures oder Options handeln. Das Copy-Trading-Feature ist bei Bybit besonders ausgereift und ermöglicht es, Strategien erfahrener Trader automatisch nachzuahmen. Wer gezielt Derivate handeln und dabei von niedrigen Latenzzeiten profitieren möchte, ist bei Bybit besser aufgehoben. Für österreichische Privatanleger ohne Derivate-Erfahrung ist Binance die zugänglichere Wahl. Professionelle oder semi-professionelle Trader, die aktives Risikomanagement betreiben, können von Bybits spezialisiertem Angebot profitieren. Beide Plattformen bieten Demo-Konten an, was einen risikofreien Einstieg ermöglicht.

§04AT-spezifische Steuerhinweise für Krypto-Trader

In Österreich unterliegen Kryptowährungsgewinne seit der Steuerreform 2022 der Kapitalertragsteuer (KESt) in Höhe von 27,5 Prozent. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) behandelt Kryptowährungen als Kapitalvermögen, sofern es sich nicht um betriebliche Einkünfte handelt. Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen sind daher grundsätzlich steuerpflichtig, unabhängig von der Haltedauer. Das frühere Spekulationsgeschäft mit der einjährigen Haltefrist gilt für nach dem 28. Februar 2021 angeschaffte Coins nicht mehr. Beide Plattformen, Binance wie Bybit, bieten Export-Funktionen für die Transaktionshistorie an, was die Steuererklärung erleichtert. Österreichische Nutzer sind verpflichtet, ihre Gewinne selbst zu deklarieren, da ausländische Plattformen keine automatische KESt-Abfuhr an das österreichische Finanzamt vornehmen. Verluste aus Krypto-Transaktionen können mit anderen Kapitalerträgen verrechnet werden. Für Staking-Erträge gilt ebenfalls Steuerpflicht. Es empfiehlt sich, alle Trades lückenlos zu dokumentieren und gegebenenfalls eine auf Krypto spezialisierte Steuerberatung in Anspruch zu nehmen. Tools wie Blockpit oder CoinTracking unterstützen die automatisierte Aufbereitung der Daten für die österreichische Steuererklärung.

Häufige Fragen
  • Beide Plattformen sind in Österreich nutzbar, jedoch nicht durch die FMA reguliert. Sie fallen unter die EU-weite MiCA-Regulierung, die schrittweise eingeführt wird. Österreichische Nutzer handeln auf eigene Verantwortung und sollten sich über die regulatorische Situation auf dem Laufenden halten.
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