Bitpanda vs Blockpit: Welcher Broker ist besser für Österreich?
Bitpanda oder Blockpit? Detaillierter Vergleich für österreichische Trader: Gebühren, Regulierung, Steuern. Jetzt vergleichen.
- Mindesteinlage
- €1
- Kein Minimum
- Regulierung
- FMA Österreich
- —
- Gegründet
- 2014
- 2017
- Gesamtbewertung
- 4.4/5
- 4.5/5
- Verfügbar in
- AT, DE, CH
- AT, DE, CH
Überblick: Bitpanda vs. Blockpit für österreichische Trader 2026
Bitpanda und Blockpit sind zwei österreichische Unternehmen, die im Bereich Kryptowährungen tätig sind, jedoch grundlegend unterschiedliche Dienstleistungen anbieten. Bitpanda ist eine regulierte Handelsplattform mit Sitz in Wien, auf der Nutzer Kryptowährungen, Aktien, ETFs und Rohstoffe kaufen und verkaufen können. Das Unternehmen verfügt über eine Lizenz der FMA sowie der BaFin und gilt als eine der meistgenutzten Plattformen im deutschsprachigen Raum. Blockpit hingegen ist kein Broker, sondern eine spezialisierte Steuersoftware für Kryptowährungen. Das Linzer Unternehmen ermöglicht es Nutzern, ihre Transaktionen aus verschiedenen Wallets und Exchanges zu importieren und automatisiert steuerrelevante Berichte zu erstellen. Ein direkter Broker-Vergleich ist daher nur bedingt möglich. Sinnvoller ist es, beide Produkte als ergänzende Tools zu betrachten: Bitpanda als Handelsplattform und Blockpit als Steuerlösung. Für österreichische Trader, die aktiv handeln und gleichzeitig ihre steuerliche Compliance sicherstellen wollen, kann die Kombination beider Dienste praktisch sein. Beide Unternehmen haben ihren Ursprung in Österreich und kennen die lokalen regulatorischen Anforderungen gut.
§02Gebühren im Vergleich: Handelskosten und Abo-Modelle
Bitpanda erhebt je nach genutztem Produkt unterschiedliche Gebühren. Im Krypto-Bereich fallen bei Spot-Trades über Bitpanda Pro Maker-Gebühren ab 0,10 Prozent und Taker-Gebühren ab 0,15 Prozent an. Die einfachere Bitpanda-Hauptplattform arbeitet mit einem Spread-Modell, bei dem die Kosten im Kurs eingepreist sind. Für Aktien und ETFs gelten separate Gebührenstrukturen. Insgesamt gilt Bitpanda im europäischen Vergleich als mittelpreisig. Blockpit arbeitet nach einem Freemium-Modell. Eine kostenlose Version erlaubt eine begrenzte Anzahl an Transaktionen pro Steuerjahr. Die kostenpflichtigen Tarife beginnen ab ca. 49 Euro pro Jahr für einfache Nutzerprofile und steigen je nach Transaktionsvolumen und benötigten Funktionen auf mehrere hundert Euro. Für österreichische Nutzer bietet Blockpit speziell einen österreichkonformen Steuerbericht an, der die Anforderungen des BMF berücksichtigt. Wer nur gelegentlich handelt, kann mit dem Gratis-Tarif auskommen. Professionelle Trader oder Personen mit vielen Transaktionen aus mehreren Quellen sollten ein höheres Abonnement einkalkulieren. Die Gesamtkosten beider Dienste addieren sich je nach Nutzungsintensität auf einen dreistelligen Jahresbetrag.
§03Für wen ist welcher Dienst besser geeignet?
Bitpanda richtet sich an Einsteiger und fortgeschrittene Trader, die eine regulierte, benutzerfreundliche Plattform zum Kauf und Verkauf von digitalen Assets sowie traditionellen Wertpapieren suchen. Die Plattform eignet sich besonders für Nutzer, die alles aus einer Hand wollen, da Krypto, Aktien und ETFs in einer App handelbar sind. Das Spar-Plan-Feature macht Bitpanda auch für langfristig orientierte Anleger interessant. Blockpit ist die erste Wahl für Trader, die bereits auf verschiedenen Plattformen aktiv sind und ihre steuerliche Situation automatisiert aufbereiten wollen. Wer auf Bitpanda, Binance, Kraken und gleichzeitig eigene Wallets nutzt, profitiert vom zentralen Import aller Transaktionen in Blockpit. Die Software ist besonders wertvoll für Personen mit komplexen Portfolios, DeFi-Aktivitäten oder NFT-Transaktionen, da diese steuerlich schwierig zu erfassen sind. Einsteiger, die ausschließlich auf Bitpanda handeln, können zunächst auf Blockpit verzichten, da Bitpanda selbst einen einfachen Steuerreport bereitstellt. Mit zunehmendem Handelsvolumen und mehr genutzten Plattformen wird Blockpit jedoch zunehmend sinnvoll. Die Entscheidung hängt also stark vom individuellen Nutzerprofil ab.
§04AT-spezifische Steuerhinweise für Krypto-Trader in Österreich
Seit der Krypto-Steuerreform 2022 unterliegen Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen in Österreich der Kapitalertragsteuer (KESt) in Höhe von 27,5 Prozent. Dies gilt für sogenannte neue Kryptoassets, also Coins, die nach dem 28. Februar 2021 erworben wurden. Altbestände vor diesem Datum bleiben unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat mit dem Ökosozialen Steuerreformgesetz klare Regelungen geschaffen, an denen sich sowohl Plattformen als auch Steuersoftware orientieren. Bitpanda ist als österreichischer Broker verpflichtet, unter bestimmten Bedingungen KESt abzuführen, was den Verwaltungsaufwand für Nutzer reduziert. Blockpit unterstützt die korrekte Kategorisierung nach österreichischem Recht und unterscheidet zwischen steuerpflichtigen Ereignissen wie Tausch und Verkauf sowie nicht steuerpflichtigen Vorgängen. Wichtig: DeFi-Erträge, Staking-Rewards und Airdrops werden steuerlich unterschiedlich behandelt und sollten individuell geprüft werden. Eine Steuerberatung durch einen österreichischen Steuerberater mit Krypto-Kenntnissen wird bei komplexen Sachverhalten empfohlen. Blockpit-Berichte können als Grundlage für die Steuererklärung dienen, ersetzen jedoch keine professionelle Beratung.
- Bitpanda ist von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) reguliert und hält zusätzlich Lizenzen in weiteren EU-Ländern, darunter Deutschland. Das Unternehmen unterliegt den Anforderungen der europäischen MiCA-Verordnung, die seit 2024 schrittweise in Kraft getreten ist. Kundengelder werden getrennt vom Betriebsvermögen verwahrt. Dennoch besteht wie bei jeder Handelsplattform ein Plattformrisiko, das Nutzer berücksichtigen sollten.