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Broker-Vergleich · AT

Bitpanda vs Bybit: Welcher Broker ist besser für Österreich?

Bitpanda oder Bybit? Detaillierter Vergleich für österreichische Trader: Gebühren, Regulierung, Steuern. Jetzt vergleichen.

Stand 08. Mai 2026Autor Paul PfeifferLesezeit ~7 min
KennzahlBitpandaBybit
Mindesteinlage
€1
€1
Regulierung
FMA Österreich
VASP Cyprus
Gegründet
2014
2018
Gesamtbewertung
4.4/5
4.1/5
Verfügbar in
AT, DE, CH
AT, DE, CH

Überblick: Bitpanda vs. Bybit für österreichische Trader 2026

Bitpanda ist ein in Wien gegründetes Fintech-Unternehmen und gilt als einer der bekanntesten regulierten Krypto-Broker im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen verfügt über eine Lizenz der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) und richtet sich primär an Einsteiger sowie mittelfortgeschrittene Anleger. Bybit hingegen ist eine internationale Krypto-Börse mit Sitz auf den Seychellen, die sich vor allem durch erweiterte Handelsfunktionen wie Derivate, Futures und Margin-Trading auszeichnet. Für österreichische Trader sind beide Plattformen nutzbar, jedoch unterscheiden sie sich erheblich in Regulierung, Produktangebot und Zielgruppe. Bitpanda bietet neben Kryptowährungen auch Aktien-Bruchteile, ETFs, Edelmetalle und Rohstoffe an, was die Plattform zu einem All-in-One-Broker macht. Bybit konzentriert sich nahezu ausschließlich auf Kryptowährungen und deren Derivate. Ein wesentlicher Unterschied besteht in der regulatorischen Absicherung: Bitpanda unterliegt der österreichischen und europäischen Finanzaufsicht, während Bybit in der EU keine vollständige MiCA-Zulassung besitzt und somit einem höheren regulatorischen Risiko ausgesetzt ist. Österreichische Nutzer sollten diesen Aspekt bei ihrer Entscheidung berücksichtigen.

§02Gebühren im Vergleich: Bitpanda vs. Bybit

Bitpanda erhebt beim Kauf und Verkauf von Kryptowährungen einen Spread, der je nach Asset und Marktlage zwischen 1,49 und 2,99 Prozent liegen kann. Für Nutzer des Bitpanda-eigenen BEST-Tokens gibt es Rabatte auf Handelsgebühren. Der Bitpanda Pro-Bereich (ehemals Bitpanda Ecosystem) bietet niedrigere Maker- und Taker-Gebühren für aktive Trader ab 0,10 Prozent. Bybit arbeitet mit einem klassischen Maker-Taker-Modell: Im Spot-Handel fallen Gebühren von 0,10 Prozent für Taker und 0,10 Prozent für Maker an. Im Derivatehandel sind die Gebühren noch niedriger, oft unter 0,06 Prozent für Maker. Für österreichische Trader, die aktiv und in größeren Volumen handeln, ist Bybit in der reinen Kostenbetrachtung oft günstiger. Bitpanda punktet hingegen mit Transparenz, einfacher Benutzeroberfläche und integrierten Steuerfunktionen wie dem automatischen Steuerreport. Ein- und Auszahlungen per SEPA sind bei beiden Plattformen kostenlos oder mit minimalen Bankgebühren verbunden. Kreditkartenzahlungen sind bei Bitpanda mit Zusatzkosten von bis zu 1,5 Prozent verbunden. Insgesamt gilt: Bybit ist für erfahrene Trader kostengünstiger, Bitpanda ist für einfache Nutzung und Steuerreporting besser aufgestellt.

§03Für wen ist welcher Broker besser geeignet?

Bitpanda eignet sich besonders für österreichische Einsteiger und Anleger, die eine regulierte, deutschsprachige Plattform mit breitem Produktangebot suchen. Wer neben Krypto auch in Aktien, ETFs oder Edelmetalle investieren möchte, findet bei Bitpanda eine komfortable Lösung aus einer Hand. Die Benutzeroberfläche ist intuitiv gestaltet, ein umfangreicher Kundendienst auf Deutsch ist verfügbar und das Steuerreporting ist bereits integriert. Bybit richtet sich an erfahrene Trader, die komplexe Handelsstrategien verfolgen, etwa mit Futures, Perpetual Contracts oder Hebelprodukten. Wer hohe Handelsvolumen bewegt und von niedrigen Gebühren profitieren möchte, ist bei Bybit besser aufgehoben. Allerdings erfordert die Nutzung von Bybit mehr Eigenverantwortung: Die Plattform ist auf Englisch ausgerichtet, der Kundensupport ist weniger lokalisiert, und steuerliche Auswertungen müssen manuell oder über Drittanbieter-Tools wie Cointracking oder Koinly erstellt werden. Zusammenfassend lässt sich sagen: Bitpanda ist der sicherere und einfachere Einstieg für österreichische Anleger. Bybit ist die leistungsfähigere Wahl für professionelle Krypto-Trader, die bereit sind, regulatorische Unsicherheiten und mehr Eigenverantwortung in Kauf zu nehmen.

§04AT-spezifische Steuerhinweise für Krypto-Trader in Österreich

Seit der Ökosozialen Steuerreform 2022 unterliegen Kryptowährungsgewinne in Österreich der Kapitalertragsteuer (KESt) in Höhe von 27,5 Prozent, sofern es sich um Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen, Staking oder Lending handelt. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat mit dem KESt-Regime für Krypto eine weitgehende Gleichstellung mit Wertpapiererträgen geschaffen. Bitpanda stellt österreichischen Nutzern einen automatisierten Steuerreport zur Verfügung, der auf die Anforderungen des österreichischen Steuerrechts abgestimmt ist. Dies erleichtert die Steuererklärung erheblich. Bei Bybit müssen Nutzer ihre Transaktionsdaten manuell exportieren und anschließend in ein Steuer-Tool importieren. Empfehlenswerte Dienste hierfür sind Blockpit, Koinly oder Cointracking, die alle österreichisches Steuerrecht unterstützen. Wichtig: Verluste aus Krypto-Transaktionen können in Österreich mit Gewinnen aus anderen Kapitalerträgen verrechnet werden, jedoch nicht mit Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit. Staking-Erträge gelten als laufende Einkünfte und sind ebenfalls mit 27,5 Prozent zu versteuern. Anleger sollten zudem beachten, dass bei Verwendung von Bybit keine automatische Steuerabfuhr durch den Broker erfolgt, was eine eigenständige Deklaration im Rahmen der Einkommensteuererklärung erfordert.

Häufige Fragen
  • Ja, Bitpanda ist von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) zugelassen und registriert. Das Unternehmen hat zudem eine MiFID-II-konforme Lizenz für Wertpapierdienstleistungen. Kundengelder werden getrennt von Unternehmensgeldern verwahrt. Kryptowerte sind jedoch nicht durch eine gesetzliche Einlagensicherung geschützt, da diese in der EU nur für Bankeinlagen bis 100.000 Euro gilt.
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