Bitpanda vs Kraken: Welcher Broker ist besser für Österreich?
Bitpanda oder Kraken? Detaillierter Vergleich für österreichische Trader: Gebühren, Regulierung, Steuern. Jetzt vergleichen.
- Mindesteinlage
- €1
- Kein Minimum
- Regulierung
- FMA Österreich
- FinCEN + FCA
- Gegründet
- 2014
- 2011
- Gesamtbewertung
- 4.4/5
- 4.2/5
- Verfügbar in
- AT, DE, CH
- AT, DE, CH
Bitpanda vs. Kraken: Überblick für österreichische Trader 2026
Bitpanda und Kraken zählen zu den meistgenutzten Krypto-Handelsplattformen in Österreich. Bitpanda wurde 2014 in Wien gegründet und ist als österreichisches Unternehmen bei der FMA registriert. Die Plattform richtet sich primär an Einsteiger und Privatanleger, die eine einfache Benutzeroberfläche bevorzugen. Kraken hingegen ist ein US-amerikanischer Anbieter mit europäischem Sitz in Irland, der seit über einem Jahrzehnt am Markt aktiv ist und vor allem erfahrene Trader sowie institutionelle Kunden anspricht. Beide Plattformen bieten den Handel mit Bitcoin, Ethereum und einer Vielzahl weiterer Kryptowährungen an. Bitpanda ermöglicht darüber hinaus den Handel mit Aktienbruchteilen, ETFs und Rohstoffen, was die Plattform als All-in-One-Lösung positioniert. Kraken punktet mit tieferer Markttiefe, erweiterten Ordertypen wie Stop-Loss und Limit-Orders sowie dem professionellen Interface Kraken Pro. Für österreichische Nutzer ist relevant, dass Bitpanda aufgrund seines Sitzes in Wien direkten Kundensupport auf Deutsch anbietet und mit österreichischen Zahlungsdienstleistern eng zusammenarbeitet. Beide Anbieter unterliegen der europäischen MiCA-Regulierung, die ab 2025 vollständig in Kraft getreten ist.
§02Gebühren im Vergleich: Bitpanda vs. Kraken
Die Gebührenstruktur beider Plattformen unterscheidet sich erheblich und ist ein zentrales Kriterium bei der Wahl. Bitpanda verwendet ein Spread-basiertes Modell, bei dem kein explizites Ordergebühr ausgewiesen wird. Der tatsächliche Spread beträgt je nach Asset und Marktlage zwischen 1,49 und 1,99 Prozent. Dieser Wert ist für aktive Trader vergleichsweise hoch, da die Kosten im An- und Verkaufskurs eingebettet sind und nicht transparent ausgewiesen werden. Kraken arbeitet mit einem Maker-Taker-Modell. Auf der Standardoberfläche fallen Gebühren von bis zu 1,5 Prozent an, während Kraken Pro deutlich günstigere Konditionen bietet: Maker-Gebühren starten bei 0,16 Prozent und Taker-Gebühren bei 0,26 Prozent, abhängig vom 30-Tage-Handelsvolumen. Für Vieltrader ist Kraken Pro damit deutlich kosteneffizienter. Ein- und Auszahlungen per SEPA-Überweisung sind bei beiden Anbietern kostenlos. Kreditkartenzahlungen verursachen bei Bitpanda zusätzliche Gebühren von bis zu 1,5 Prozent. Kraken erhebt bei Sofortüberweisungen ebenfalls Aufschläge. Beim Vergleich sollten österreichische Trader stets den Gesamtkostenblock inklusive Spread, Ordergebühr und Auszahlungskosten berücksichtigen, da diese die tatsächliche Rendite direkt beeinflussen.
§03Für wen ist welcher Broker besser geeignet?
Die Wahl zwischen Bitpanda und Kraken hängt stark vom individuellen Nutzerprofil ab. Bitpanda empfiehlt sich für Einsteiger ohne Vorkenntnisse, die eine deutschsprachige, intuitive Plattform suchen. Die App ist übersichtlich gestaltet, der Verifizierungsprozess unkompliziert und der Kundensupport auf Deutsch verfügbar. Auch Sparpläne auf Kryptowährungen, ETFs und Aktienbruchteile sind ein klares Plus für langfristig orientierte Anleger, die automatisiert und regelmäßig investieren möchten. Kraken eignet sich besser für erfahrene Trader, die Wert auf erweiterte Handelsfunktionen legen. Margin Trading, Futures, Staking sowie ein umfangreiches Angebot an Handelspaaren machen die Plattform attraktiv für aktive Marktteilnehmer. Kraken Pro bietet ein vollständiges Orderbuch, Charting-Tools und API-Zugang für algorithmischen Handel. Institutionelle Anleger und professionelle Trader finden bei Kraken mehr Flexibilität. Österreichische Nutzer, die ihre steuerliche Dokumentation vereinfachen möchten, könnten Bitpanda bevorzugen, da die Plattform Jahresabrechnungen und Transaktionshistorien in einem Format anbietet, das die Steuererklärung erleichtert. Wer hingegen günstigere Konditionen bei hohem Volumen bevorzugt, ist mit Kraken Pro besser bedient.
§04Steuerliche Hinweise für österreichische Trader: KESt und BMF-Vorgaben
Österreichische Anleger müssen seit dem Ökosozialen Steuerreformgesetz 2022, das ab dem 1. März 2022 in Kraft trat, Kryptowährungsgewinne mit der Kapitalertragsteuer in Höhe von 27,5 Prozent versteuern. Dies gilt für Veräußerungsgewinne, Tauschgeschäfte zwischen Kryptowährungen sowie Einkünfte aus Staking und anderen Ertragsformen. Das Bundesministerium für Finanzen hat in den EStR 2000 klargestellt, dass Kryptowährungen als Wirtschaftsgüter behandelt werden und der KESt unterliegen, sofern sie nach dem 28. Februar 2021 angeschafft wurden. Für Altbestand, also vor diesem Datum erworbene Assets, gilt in bestimmten Fällen Steuerfreiheit nach Ablauf der Spekulationsfrist. Bitpanda stellt österreichischen Nutzern eine Jahresabrechnung zur Verfügung, die als Grundlage für die Steuererklärung dienen kann. Kraken bietet ebenfalls CSV-Exporte aller Transaktionen an, die jedoch manuell oder mithilfe von Steuer-Tools wie Blockpit oder Accointing aufbereitet werden müssen. Beide Plattformen nehmen keinen automatischen KESt-Abzug vor, da sie als ausländische oder nicht zur Abfuhr verpflichtete Stellen gelten. Anleger sind daher selbst verantwortlich, Gewinne korrekt in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Eine Beratung durch einen österreichischen Steuerberater mit Krypto-Erfahrung wird empfohlen.
- Bitpanda ist als österreichisches Unternehmen bei der FMA registriert und unterliegt seit 2025 vollständig der europäischen MiCA-Verordnung. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Wien und gilt als einer der regulierten Krypto-Anbieter im deutschsprachigen Raum. Eine Einlagensicherung wie bei Bankkonten besteht für Kryptowährungen jedoch nicht, da diese nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung fallen.