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Broker-Vergleich · AT

Blockpit vs Coinbase: Welcher Broker ist besser für Österreich?

Blockpit oder Coinbase? Detaillierter Vergleich für österreichische Trader: Gebühren, Regulierung, Steuern. Jetzt vergleichen.

Stand 08. Mai 2026Autor Paul PfeifferLesezeit ~7 min
KennzahlBlockpitCoinbase
Mindesteinlage
Kein Minimum
€2
Regulierung
SEC + BaFin
Gegründet
2017
2012
Gesamtbewertung
4.5/5
4/5
Verfügbar in
AT, DE, CH
AT, DE, CH

Überblick: Blockpit vs. Coinbase für österreichische Nutzer

Blockpit und Coinbase sind zwei grundlegend verschiedene Produkte, die oft miteinander verglichen werden, weil beide im Krypto-Bereich aktiv sind. Coinbase ist eine US-amerikanische Kryptobörse, auf der Nutzer digitale Assets kaufen, verkaufen und verwahren können. Blockpit hingegen ist ein österreichisches Software-Unternehmen, das sich auf die steuerliche Auswertung von Krypto-Transaktionen spezialisiert hat. Ein direkter Broker-Vergleich im klassischen Sinne ist daher nicht möglich, da die beiden Produkte unterschiedliche Zwecke erfüllen. Für österreichische Trader ist Coinbase die Handelsplattform, während Blockpit als Steuer- und Portfolio-Tool dient. Viele österreichische Nutzer verwenden beide Produkte gleichzeitig: Sie handeln auf Coinbase und importieren ihre Transaktionsdaten anschließend in Blockpit, um eine konforme Steuererklärung nach österreichischem Recht zu erstellen. Blockpit wurde 2017 in Linz gegründet und ist speziell auf die Anforderungen des deutschen Sprachraums ausgerichtet, einschließlich der österreichischen Regelungen des Bundesministeriums für Finanzen. Coinbase ist seit 2012 aktiv und bedient Millionen von Nutzern weltweit, bietet aber keine länderspezifische Steuerunterstützung für Österreich an.

§02Gebühren im Vergleich: Handelskosten vs. Software-Abonnement

Da Coinbase eine Börse und Blockpit ein Steuertool ist, unterscheiden sich die Kostenstrukturen erheblich. Coinbase erhebt Handelsgebühren, die je nach genutzter Oberfläche variieren. Über die einfache Coinbase-App fallen Spreads von bis zu 1,49 Prozent oder fixe Mindestgebühren an. Über Coinbase Advanced Trade sind die Gebühren deutlich günstiger und beginnen für Maker-Orders bei 0,00 Prozent und für Taker-Orders bei 0,05 Prozent, abhängig vom monatlichen Handelsvolumen. Zusätzlich fallen Auszahlungsgebühren für Banküberweisungen an, die je nach Methode variieren. Blockpit arbeitet mit einem Abonnementmodell. Im Jahr 2026 bietet Blockpit verschiedene Tarife an, die sich nach der Anzahl der Transaktionen richten. Ein Basis-Tarif für bis zu 25 Transaktionen ist kostenlos. Für größere Transaktionsvolumina beginnen die Jahrespreise bei rund 49 Euro und steigen je nach Paket. Für professionelle Trader mit tausenden Transaktionen sind Premium-Pakete notwendig. Österreichische Nutzer sollten beide Kostenpositionen in ihre Gesamtkalkulation einbeziehen, da Blockpit-Kosten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben steuerlich absetzbar sein können.

§03Für wen ist welches Tool besser geeignet

Coinbase eignet sich für österreichische Einsteiger, die einen einfachen Zugang zum Kryptomarkt suchen. Die Plattform unterstützt SEPA-Überweisungen und ist auf Deutsch verfügbar, was den Einstieg erleichtert. Fortgeschrittene Trader bevorzugen häufig Coinbase Advanced Trade wegen der günstigeren Gebühren und der professionellen Chartfunktionen. Allerdings bietet Coinbase im Vergleich zu reinen Spot-Börsen wie Kraken oder Binance ein eher begrenztes Angebot an Trading-Paaren. Blockpit richtet sich an alle österreichischen Krypto-Nutzer, die ihre steuerlichen Pflichten korrekt erfüllen wollen. Besonders wertvoll ist das Tool für Personen, die auf mehreren Börsen gleichzeitig handeln, DeFi-Protokolle nutzen oder NFTs besitzen. Blockpit unterstützt den automatischen Import von Transaktionsdaten aus über 300 Quellen, darunter auch Coinbase. Die Software erstellt automatisch eine Steuererklärung nach österreichischem Standard, die direkt beim Finanzamt eingereicht werden kann. Wer nur gelegentlich kleine Beträge auf einer einzigen Plattform handelt, kann mit dem kostenlosen Blockpit-Tarif oder manuellen Aufzeichnungen auskommen. Aktive Trader mit komplexen Portfolios profitieren hingegen stark von den Automatisierungsfunktionen.

§04AT-spezifische Steuerhinweise für Krypto-Trader 2026

In Österreich unterliegen Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen seit der Ökosozialen Steuerreform 2022 der Kapitalertragsteuer in Höhe von 27,5 Prozent. Diese Regelung gilt für Kryptowährungen, die nach dem 28. Februar 2021 angeschafft wurden. Ältere Bestände können unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei sein. Das Bundesministerium für Finanzen hat in seinem Kryptosteuer-Erlass detaillierte Regelungen zu Tauschvorgängen, Staking, Lending und anderen Aktivitäten veröffentlicht. Coinbase stellt zwar Transaktionsberichte zur Verfügung, diese sind jedoch nicht direkt mit dem österreichischen Steuerformular E1kv kompatibel. Hier setzt Blockpit an: Die Software berechnet automatisch die steuerlich relevanten Gewinne und Verluste nach der FIFO-Methode, die das BMF für Österreich vorschreibt, und generiert einen kompatiblen Steuerbericht. Verluste aus Krypto-Transaktionen können in Österreich mit Gewinnen aus anderen Kapitalanlagen innerhalb desselben Jahres verrechnet werden, jedoch nicht mit Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit. Ein Verlustvortrag auf Folgejahre ist bei privaten Kapitalanlagen nicht möglich. Österreichische Trader sollten zudem beachten, dass die FMA Kryptobörsen reguliert und Coinbase eine entsprechende EU-Lizenz benötigt, um in Österreich tätig zu sein.

Häufige Fragen
  • Ja, Blockpit unterstützt den automatischen Import von Coinbase-Transaktionen über eine API-Verbindung oder per CSV-Dateiupload. Nach dem Import kategorisiert Blockpit die Transaktionen automatisch und berechnet die steuerlich relevanten Gewinne und Verluste nach österreichischem Recht. Es empfiehlt sich, den Import regelmäßig zu aktualisieren, damit alle aktuellen Transaktionen erfasst sind.
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