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Broker-Vergleich · AT

Blockpit vs ING: Welcher Broker ist besser für Österreich?

Blockpit oder ING? Detaillierter Vergleich für österreichische Trader: Gebühren, Regulierung, Steuern. Jetzt vergleichen.

Stand 07. Mai 2026Autor Paul PfeifferLesezeit ~7 min
KennzahlBlockpitING
Mindesteinlage
Kein Minimum
Kein Minimum
Regulierung
FMA + BaFin
Gegründet
2017
1999
Gesamtbewertung
4.5/5
3.7/5
Verfügbar in
AT, DE, CH
AT, DE

Überblick: Blockpit vs. ING für österreichische Trader 2026

Blockpit und ING bedienen österreichische Anleger auf grundlegend unterschiedliche Weise. Blockpit ist primär eine Softwareplattform für Krypto-Steuerreporting und Portfolio-Tracking, die seit 2026 auch erweiterte Handelsanbindungen anbietet. ING Österreich hingegen ist eine etablierte Direktbank mit vollständiger FMA-Zulassung, die klassische Wertpapierprodukte wie Aktien, ETFs, Anleihen und Fonds über ihr Brokerage-Angebot zugänglich macht. Wer hauptsächlich mit Kryptowährungen handelt und eine automatisierte Steuererklärung nach österreichischem Recht benötigt, findet in Blockpit eine spezialisierte Lösung. Wer dagegen ein breites Spektrum an regulierten Finanzprodukten handeln möchte und Wert auf eine klassische Bankbeziehung legt, ist bei ING besser aufgehoben. Beide Anbieter richten sich an unterschiedliche Zielgruppen und sind daher nur bedingt direkt vergleichbar. Dennoch lohnt sich ein genauer Blick auf Gebühren, Funktionsumfang und steuerliche Behandlung, da viele österreichische Trader beide Welten kombinieren und eine informierte Entscheidung treffen müssen.

§02Gebühren im Vergleich: Blockpit vs. ING Österreich

Die Kostenstruktur der beiden Anbieter unterscheidet sich erheblich. Blockpit arbeitet mit einem Abonnementmodell: Die Basisvariante ist kostenlos und erlaubt eine begrenzte Anzahl an Transaktionen, während kostenpflichtige Tarife je nach Transaktionsvolumen zwischen rund 49 und mehreren hundert Euro pro Jahr liegen. Zusatzfunktionen wie der automatische Steuerreport für das österreichische BMF sind in höheren Tarifen enthalten. ING Österreich erhebt für den Wertpapierhandel Ordergebühren, die abhängig vom Handelsvolumen gestaffelt sind. Für Aktien und ETFs fallen typischerweise Mindestgebühren pro Order an, hinzu kommen Börsenplatzgebühren. Depotführungsgebühren fallen bei ING unter bestimmten Bedingungen nicht an. Ein direkter Kostenvergleich ist schwierig, da Blockpit keine klassischen Handelsgebühren erhebt, sondern für Steuer- und Reporting-Dienstleistungen verrechnet. Trader sollten beide Kostenmodelle getrennt bewerten und prüfen, ob sie Blockpit ergänzend zu einem bestehenden Broker wie ING nutzen oder ob Blockpit als eigenständige Handelsplattform für ihre Bedürfnisse ausreicht.

§03Für wen ist welcher Anbieter besser geeignet?

Blockpit eignet sich besonders für österreichische Krypto-Trader, die ihre steuerlichen Pflichten gegenüber dem BMF effizient erfüllen wollen. Die automatisierte Berechnung der Einkünfte aus Kryptowährungen gemäß der österreichischen Rechtslage seit 2022 ist ein zentrales Merkmal. Wer mit mehreren Exchanges und Wallets arbeitet, profitiert von der breiten Integrationsunterstützung. Für Einsteiger im Krypto-Bereich bietet Blockpit eine niedrigschwellige Möglichkeit, den Überblick zu behalten. ING Österreich ist die bessere Wahl für Anleger, die in regulierte Wertpapiere wie Aktien, ETFs oder Anleihen investieren möchten. Die Bank verfügt über eine vollständige FMA-Zulassung und bietet den gesetzlich vorgeschriebenen Einlagenschutz sowie die automatische Abfuhr der Kapitalertragsteuer (KESt) als inländischer Depotanbieter. Für langfristig orientierte Anleger mit klassischem Portfolio ist ING die verlässlichere Wahl. Wer beides kombiniert, also Krypto und klassische Wertpapiere hält, kann ING als Broker und Blockpit als Steuer-Tool parallel nutzen.

§04AT-spezifische Steuerhinweise für österreichische Trader

In Österreich unterliegen Kapitalerträge aus Wertpapieren der Kapitalertragsteuer in Höhe von 27,5 Prozent. Inländische Depotanbieter wie ING Österreich führen diese KESt automatisch an das Finanzamt ab, was den Verwaltungsaufwand für Anleger erheblich reduziert. Bei ausländischen Brokern hingegen sind Anleger selbst zur Deklaration in der Einkommensteuererklärung verpflichtet. Kryptowährungen werden seit der Ökosozialen Steuerreform 2022 in Österreich ebenfalls mit 27,5 Prozent KESt besteuert, sofern es sich um Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen handelt. Blockpit unterstützt die Erstellung eines steuerkonformen Reports nach österreichischem Recht, der als Grundlage für die Beilage zur Einkommensteuererklärung dient. Wichtig: Verluste aus Kryptowährungen können in Österreich mit anderen Kapitalerträgen verrechnet werden, jedoch nicht mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten. Anleger sollten beachten, dass steuerliche Regelungen Änderungen unterliegen und eine Beratung durch einen österreichischen Steuerberater empfohlen wird. Das BMF stellt aktuelle Informationen auf seiner offiziellen Website zur Verfügung.

Häufige Fragen
  • Nein, Blockpit ist kein Broker im klassischen Sinne und verfügt nicht über eine FMA-Zulassung als Wertpapierdienstleister. Blockpit ist eine Softwareplattform, die sich auf Krypto-Steuerreporting und Portfolio-Tracking spezialisiert hat. Für den regulierten Handel von Wertpapieren ist ein FMA-zugelassener Anbieter erforderlich.
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