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Broker-Vergleich · AT

Blockpit vs Kraken: Welcher Broker ist besser für Österreich?

Blockpit oder Kraken? Detaillierter Vergleich für österreichische Trader: Gebühren, Regulierung, Steuern. Jetzt vergleichen.

Stand 07. Mai 2026Autor Paul PfeifferLesezeit ~7 min
KennzahlBlockpitKraken
Mindesteinlage
Kein Minimum
Kein Minimum
Regulierung
FinCEN + FCA
Gegründet
2017
2011
Gesamtbewertung
4.5/5
4.2/5
Verfügbar in
AT, DE, CH
AT, DE, CH

Überblick: Blockpit vs. Kraken für österreichische Trader

Blockpit und Kraken sind zwei grundlegend verschiedene Produkte, die im Krypto-Bereich österreichischer Nutzer oft gemeinsam genannt werden. Kraken ist eine Kryptobörse mit Sitz in den USA, die seit Jahren zu den größten und liquidesten Handelsplattformen weltweit zählt. Sie ermöglicht den Kauf, Verkauf und den Handel von über 200 Kryptowährungen und richtet sich an aktive Trader sowie langfristige Investoren. Blockpit hingegen ist kein Broker, sondern eine österreichische Steuer- und Portfolio-Tracking-Software, die speziell für die Anforderungen des DACH-Raums entwickelt wurde. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Linz und ist damit tief im österreichischen Markt verwurzelt. Ein direkter Broker-Vergleich ist daher nur bedingt möglich: Viele österreichische Nutzer verwenden beide Dienste gleichzeitig, nämlich Kraken als Handelsplattform und Blockpit zur steuerkonformen Aufbereitung der Transaktionsdaten. Dennoch lohnt es sich, beide Dienste hinsichtlich Kosten, Zielgruppe und regulatorischem Kontext zu beleuchten, um eine informierte Entscheidung treffen zu können.

§02Gebühren im Vergleich: Handelskosten vs. Software-Abonnement

Kraken arbeitet mit einem Maker-Taker-Modell. Im Jahr 2026 liegen die Spot-Trading-Gebühren für Einsteiger bei bis zu 0,26 Prozent pro Trade auf der Taker-Seite, während Maker-Orders ab 0,16 Prozent berechnet werden. Je nach monatlichem Handelsvolumen sinken diese Gebühren stufenweise. Kraken Pro bietet zusätzlich reduzierte Konditionen für aktive Trader. Auszahlungsgebühren variieren je nach Kryptowährung und Netzwerk. Für EUR-Auszahlungen per SEPA sind in der Regel geringe Fixgebühren vorgesehen. Blockpit hingegen erhebt keine Handelsgebühren, da es sich um eine Softwarelösung handelt. Das Preismodell basiert auf einem jährlichen Abonnement, das je nach Transaktionsanzahl gestaffelt ist. Ein Einsteigerpaket für bis zu 50 Transaktionen ist kostenlos. Pakete für bis zu 1.000 oder mehr Transaktionen kosten im Jahr 2026 zwischen rund 49 und mehreren hundert Euro jährlich. Für österreichische Nutzer, die ihre Steuererklärung korrekt abgeben möchten, sind diese Kosten oft gut investiert, da manuelle Fehler bei der Steuerberechnung teuer werden können.

§03Für wen ist welcher Dienst besser geeignet

Kraken eignet sich für österreichische Nutzer, die aktiv Kryptowährungen handeln, auf Liquidität und eine breite Auswahl an Handelspaaren Wert legen oder auch Derivate und Futures nutzen möchten. Die Plattform bietet fortgeschrittene Chart-Tools, eine robuste API für automatisierte Strategien sowie Staking-Optionen. Für Einsteiger gibt es eine vereinfachte Oberfläche, für Profis die vollwertige Handelsansicht. Kraken ist FMA-regulatorisch als registriertes Kryptodienstleistungsunternehmen in der EU tätig. Blockpit ist die richtige Wahl für Personen, die ihre Krypto-Transaktionen über mehrere Börsen hinweg konsolidieren und steuerkonform dokumentieren wollen. Besonders österreichische Nutzer profitieren davon, dass Blockpit direkt auf die Anforderungen des österreichischen Einkommensteuergesetzes und die seit 2022 geltenden Krypto-Steuerregeln abgestimmt ist. Wer nur auf einer einzigen Plattform handelt und wenige Transaktionen hat, kommt möglicherweise auch ohne Blockpit aus. Wer jedoch mehrere Wallets, DeFi-Protokolle oder verschiedene Börsen nutzt, wird die automatische Importfunktion und die steuerliche Auswertung von Blockpit als erhebliche Erleichterung empfinden.

§04AT-spezifische Steuerhinweise für Krypto-Investoren

In Österreich unterliegen Kryptowährungen seit dem Ökosozialen Steuerreformgesetz 2022 einer klaren steuerlichen Regelung. Einkünfte aus dem Handel mit Kryptowährungen, die nach dem 28. Februar 2021 angeschafft wurden, unterliegen der besonderen Einkommensteuer in Höhe von 27,5 Prozent, analog zur Kapitalertragsteuer (KESt) auf Wertpapiere. Das BMF hat diesen Steuersatz als einheitliche Abgeltungssteuer definiert. Kryptowährungen, die vor diesem Stichtag erworben wurden, gelten als Altvermögen und sind bei Realisierung steuerfrei. Österreichische Broker und Kryptobörsen mit Sitz in Österreich sind seit 2024 verpflichtet, KESt automatisch abzuführen. Für ausländische Plattformen wie Kraken bleibt die Selbstveranlagungspflicht bestehen, das heißt, Nutzer müssen Gewinne selbst in ihrer Einkommensteuererklärung angeben. Blockpit unterstützt genau diesen Prozess: Die Software erstellt einen steuerkonformen Bericht, der direkt für die österreichische Steuererklärung verwendet werden kann. Verluste aus Krypto-Trades können seit 2022 mit anderen Kapitalerträgen verrechnet werden, nicht jedoch mit regulären Einkünften. Eine sorgfältige Dokumentation aller Transaktionen ist daher unerlässlich.

Häufige Fragen
  • Ja, Blockpit bietet eine direkte API-Integration sowie einen CSV-Import für Kraken. Dadurch werden alle Trades, Einzahlungen, Auszahlungen und Staking-Erträge automatisch eingelesen und für die österreichische Steuererklärung aufbereitet.
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