Coinbase vs ING: Welcher Broker ist besser für Österreich?
Coinbase oder ING? Detaillierter Vergleich für österreichische Trader: Gebühren, Regulierung, Steuern. Jetzt vergleichen.
- Mindesteinlage
- €2
- Kein Minimum
- Regulierung
- SEC + BaFin
- FMA + BaFin
- Gegründet
- 2012
- 1999
- Gesamtbewertung
- 4/5
- 3.7/5
- Verfügbar in
- AT, DE, CH
- AT, DE
Überblick: Coinbase vs. ING für österreichische Trader 2026
Coinbase und ING vertreten zwei grundlegend verschiedene Ansätze im Bereich der Geldanlage und des Handels. Coinbase ist eine spezialisierte Kryptowährungsbörse mit Sitz in den USA, die seit 2021 an der Nasdaq notiert ist und weltweit zu den größten Handelsplattformen für digitale Assets zählt. In Österreich ist Coinbase über seine europäische Niederlassung tätig und unterliegt den Regularien der zuständigen EU-Behörden. ING hingegen ist eine etablierte Direktbank mit niederländischen Wurzeln, die in Österreich klassische Bankdienstleistungen sowie ein Wertpapierdepot für Aktien, ETFs und Fonds anbietet. Kryptowährungen sind bei ING Österreich nicht direkt handelbar. Der Vergleich ist daher nur bedingt symmetrisch: Wer ausschließlich Krypto handeln möchte, findet bei Coinbase ein spezialisiertes Angebot. Wer traditionelle Wertpapiere wie Aktien oder ETFs bevorzugt, ist bei ING besser aufgehoben. Für österreichische Anleger, die beide Anlageklassen kombinieren möchten, ist ein paralleles Konto bei beiden Anbietern eine verbreitete Praxis. Beide Plattformen bieten mobile Apps sowie eine Weboberfläche an und richten sich auch an Einsteiger ohne tiefes Börsenwissen.
§02Gebühren im Vergleich: Coinbase und ING 2026
Die Gebührenstruktur beider Anbieter unterscheidet sich erheblich. Coinbase berechnet beim einfachen Kauf und Verkauf über die Standard-App je nach Zahlungsmethode und Volumen eine Spread-basierte Gebühr, die zwischen ca. 0,5 und 1,5 Prozent des Transaktionswerts liegen kann. Über Coinbase Advanced Trade, den professionelleren Handelsbereich, sinken die Maker-Gebühren auf bis zu 0,0 Prozent und Taker-Gebühren auf bis zu 0,05 Prozent bei hohem Volumen. Auszahlungen auf österreichische Bankkonten per SEPA sind in der Regel kostenlos. ING Österreich bietet ein Wertpapierdepot an, bei dem Ordergebühren je nach Handelsplatz und Ordervolumen anfallen. Pauschalgebühren pro Order lagen zuletzt bei rund 3,90 Euro für Standardorders auf inländischen Plätzen, zuzüglich etwaiger Börsenplatzgebühren. Ein Depot bei ING ist grundsätzlich kostenlos, solange keine Inaktivität vorliegt. Sparplanausführungen auf ETFs sind bei ING oft zu reduzierten Konditionen verfügbar. Insgesamt sind die Kosten bei ING für langfristige ETF-Sparpläne konkurrenzfähig, während Coinbase für aktive Krypto-Trader mit Advanced Trade kosteneffizient arbeitet.
§03Für wen ist welcher Broker besser geeignet
Die Wahl zwischen Coinbase und ING hängt stark vom individuellen Anlageprofil ab. Coinbase empfiehlt sich für Anleger, die gezielt in Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder andere digitale Assets investieren möchten. Die Plattform bietet eine große Auswahl an Token, Staking-Möglichkeiten sowie ein benutzerfreundliches Interface, das auch für Einsteiger zugänglich ist. Fortgeschrittene Nutzer profitieren von Coinbase Advanced Trade mit tiefergehenden Chartfunktionen und einer günstigeren Ordergebührenstruktur. ING richtet sich an Anleger, die klassische Vermögensaufbaustrategien verfolgen, etwa durch regelmäßige ETF-Sparpläne oder den Kauf von Einzelaktien. Die Integration in das bestehende Girokonto der ING erleichtert die Verwaltung der eigenen Finanzen. Für sicherheitsorientierte Anleger bietet ING den Vorteil der gesetzlichen Einlagensicherung sowie der österreichischen Regulierung durch die FMA. Coinbase unterliegt zwar EU-Regulierung, jedoch gelten für Kryptowährungen nach wie vor spezifische Risiken wie Kursvolatilität und das Fehlen einer klassischen Einlagensicherung. Wer beide Anlageklassen nutzen möchte, kann beide Plattformen parallel verwenden.
§04Steuerliche Hinweise für österreichische Anleger
Österreichische Anleger müssen bei beiden Plattformen die steuerlichen Besonderheiten des heimischen Rechts beachten. Bei ING werden Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren sowie Dividenden in der Regel automatisch mit der österreichischen Kapitalertragsteuer von 27,5 Prozent (KESt) belastet, sofern ING als steuerabzugspflichtiger Inlandsbroker agiert. Für Depots bei ausländischen Brokern wie ING Deutschland gelten andere Regeln, und Anleger müssen Erträge selbst in der Einkommensteuererklärung angeben. Coinbase ist ein ausländischer Anbieter und nimmt keinen automatischen KeSt-Abzug vor. Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen unterliegen in Österreich seit der Ökosozialen Steuerreform 2022 ebenfalls dem besonderen Steuersatz von 27,5 Prozent auf Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen. Staking-Erträge und sonstige laufende Einkünfte aus Krypto können je nach Einordnung durch das BMF unterschiedlich behandelt werden. Österreichische Krypto-Anleger sind verpflichtet, alle relevanten Transaktionen zu dokumentieren und in der Steuererklärung anzugeben. Die Nutzung einer Krypto-Steuersoftware wird empfohlen. Steuerliche Einzelfragen sollten mit einem Steuerberater geklärt werden.
- Nein, ING Österreich bietet derzeit keinen direkten Handel mit Kryptowährungen an. Über das Wertpapierdepot der ING können Kunden jedoch in bestimmte Krypto-ETPs oder verwandte Produkte investieren, sofern diese an verfügbaren Handelsplätzen gelistet sind. Für den direkten Kauf von Bitcoin oder Ethereum benötigen österreichische Anleger eine spezialisierte Plattform wie Coinbase.