Coinbase vs Kraken: Welcher Broker ist besser für Österreich?
Coinbase oder Kraken? Detaillierter Vergleich für österreichische Trader: Gebühren, Regulierung, Steuern. Jetzt vergleichen.
- Mindesteinlage
- €2
- Kein Minimum
- Regulierung
- SEC + BaFin
- FinCEN + FCA
- Gegründet
- 2012
- 2011
- Gesamtbewertung
- 4/5
- 4.2/5
- Verfügbar in
- AT, DE, CH
- AT, DE, CH
Coinbase vs. Kraken: Überblick für österreichische Trader 2026
Coinbase und Kraken zählen zu den bekanntesten Kryptobörsen weltweit und sind beide für Nutzer in Österreich zugänglich. Coinbase wurde 2012 in den USA gegründet und richtet sich vor allem an Einsteiger, die eine einfach bedienbare Oberfläche bevorzugen. Kraken, ebenfalls aus den USA stammend und seit 2011 aktiv, spricht eher erfahrene Trader an, die erweiterte Handelsfunktionen wie Margin-Trading oder Futures benötigen. Beide Plattformen verfügen über eine offizielle Registrierung als Kryptowährungsdienstleister in der EU und erfüllen damit grundlegende regulatorische Anforderungen. In Österreich unterliegen Kryptoanbieter seit der MiCA-Verordnung strengeren Transparenzpflichten, was beiden Anbietern zugutekommen sollte. Coinbase bietet eine native App mit sehr geringer Einstiegshürde, während Kraken mit der Profi-Oberfläche 'Kraken Pro' punktet. Beide Exchanges unterstützen SEPA-Überweisungen in Euro, was für österreichische Nutzer besonders praktisch ist. Hinsichtlich der Coin-Auswahl bietet Kraken mit über 200 handelbaren Assets eine breitere Palette als Coinbase, das sich auf die liquidesten und bekanntesten Kryptowährungen konzentriert.
§02Gebühren im Vergleich: Coinbase vs. Kraken für AT-Nutzer
Die Gebührenstruktur ist ein zentrales Kriterium beim Brokervergleich. Coinbase berechnet im Standard-Interface sogenannte Spread-basierte Gebühren, die je nach Handelsvolumen und Zahlungsmethode zwischen 0,5 und 3,99 Prozent liegen können. Über Coinbase Advanced Trade, den professionellen Handelsbereich, sinken die Maker-Gebühren auf bis zu 0,0 Prozent und Taker-Gebühren auf 0,05 Prozent bei hohem Volumen. Kraken arbeitet ebenfalls mit einem gestaffelten Maker-Taker-Modell. Im Einstiegsbereich liegen Maker-Gebühren bei 0,25 Prozent und Taker-Gebühren bei 0,40 Prozent, was für kleinere Trader etwas günstiger als Coinbase ist. Bei SEPA-Einzahlungen fallen bei Kraken keine Gebühren an, während Coinbase bei bestimmten Zahlungsmethoden Aufschläge erhebt. Auszahlungsgebühren variieren je nach Netzwerk und Coin. Für österreichische Trader mit mittlerem Handelsvolumen ist Kraken tendenziell kosteneffizienter. Wer jedoch selten handelt und die einfachere Oberfläche von Coinbase bevorzugt, akzeptiert möglicherweise die etwas höheren Gebühren als Preis für Benutzerkomfort. Ein direkter Vergleich lohnt sich stets anhand des eigenen Handelsprofils.
§03Für wen ist welcher Broker besser geeignet?
Die Wahl zwischen Coinbase und Kraken hängt stark vom individuellen Nutzerprofil ab. Coinbase empfiehlt sich für Personen, die neu im Kryptobereich sind und eine intuitive, klar strukturierte Plattform suchen. Die einfache Verknüpfung mit Bankkonten, der übersichtliche Portfolio-Überblick und die breite Verfügbarkeit von Lernressourcen machen Coinbase zum geeigneten Einstiegsbroker. Wer hingegen aktiv tradet, komplexere Ordertypen nutzen möchte oder an Futures und Margin-Produkten interessiert ist, findet bei Kraken eine deutlich leistungsfähigere Umgebung. Kraken Pro ermöglicht fortgeschrittene Chart-Analysen und bietet tiefere Marktdaten. Für österreichische Unternehmer oder gewerbliche Trader bietet Kraken zudem institutionelle Kontolösungen an. Sicherheitsbewusste Nutzer werden bei beiden Plattformen fündig: Beide bieten Zwei-Faktor-Authentifizierung und Cold-Storage-Lösungen. Coinbase ist zudem börsennotiert und unterliegt damit zusätzlichen Offenlegungspflichten, was manchen Nutzern ein höheres Vertrauen gibt. Insgesamt gilt: Einsteiger und Gelegenheitsnutzer tendieren zu Coinbase, während aktive und erfahrene Trader Kraken vorziehen dürften.
§04Steuerliche Hinweise für österreichische Krypto-Trader
In Österreich unterliegen Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen seit der Steuerreform 2022 der Kapitalertragsteuer (KESt) in Höhe von 27,5 Prozent. Dies gilt für Veräußerungsgewinne, Tauschgeschäfte zwischen Kryptowährungen sowie Einkünfte aus Staking und anderen ertragsbringenden Aktivitäten. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat in mehreren Erlassen klargestellt, dass Kryptowährungen als Kapitalvermögen behandelt werden. Eine Haltefrist, die zu Steuerfreiheit führen würde, existiert in Österreich nicht mehr, da alle Gewinne unabhängig von der Haltedauer steuerpflichtig sind. Weder Coinbase noch Kraken nehmen automatisch einen KeSt-Abzug vor, da beide Plattformen keine inländischen Depotbanken sind. Österreichische Nutzer sind daher selbst verpflichtet, ihre Gewinne und Verluste korrekt zu dokumentieren und in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Hierfür empfiehlt sich der Einsatz spezieller Krypto-Steuersoftware, die Transaktionsdaten aus beiden Plattformen per API oder CSV-Export importieren kann. Eine Beratung durch einen österreichischen Steuerberater mit Krypto-Kenntnissen wird dringend empfohlen, um Fehler bei der Deklaration zu vermeiden.
- Ja, beide Plattformen sind für österreichische Nutzer legal zugänglich. Sie operieren unter EU-Regulierung und erfüllen die Anforderungen der MiCA-Verordnung. Österreichische Nutzer können sich regulär registrieren und handeln, müssen jedoch ihre steuerlichen Pflichten gegenüber dem BMF eigenverantwortlich erfüllen.