ING vs Kraken: Welcher Broker ist besser für Österreich?
ING oder Kraken? Detaillierter Vergleich für österreichische Trader: Gebühren, Regulierung, Steuern. Jetzt vergleichen.
- Mindesteinlage
- Kein Minimum
- Kein Minimum
- Regulierung
- FMA + BaFin
- FinCEN + FCA
- Gegründet
- 1999
- 2011
- Gesamtbewertung
- 3.7/5
- 4.2/5
- Verfügbar in
- AT, DE
- AT, DE, CH
Überblick: ING Austria vs. Kraken im Jahr 2026
ING Austria ist eine etablierte Direktbank mit Sitz in Wien, die österreichischen Kunden ein klassisches Wertpapierdepot für Aktien, ETFs, Anleihen und Fonds anbietet. Die Bank unterliegt der Aufsicht der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) sowie der Europäischen Zentralbank und ist Mitglied der österreichischen Einlagensicherung. Kraken hingegen ist eine US-amerikanische Kryptowährungsbörse, die 2011 gegründet wurde und sich auf den Handel mit digitalen Assets wie Bitcoin, Ethereum und hunderten weiteren Kryptowährungen spezialisiert hat. In der EU operiert Kraken über eine irische Lizenz und unterliegt damit der MiCA-Regulierung, die seit 2025 vollständig in Kraft ist. Beide Plattformen sprechen grundsätzlich unterschiedliche Anlegertypen an: ING richtet sich an traditionelle Anleger, die regulierte Kapitalmärkte bevorzugen, während Kraken primär für Nutzer geeignet ist, die in den Kryptomarkt investieren möchten. Ein direkter Wettbewerb besteht nur in einem kleinen Überschneidungsbereich, da ING seit 2025 ebenfalls einige Krypto-ETPs im Depot anbietet. Für österreichische Nutzer ist die rechtliche Absicherung ein zentrales Kriterium bei der Wahl der Plattform.
§02Gebühren im Vergleich: ING Austria und Kraken
Bei ING Austria fallen für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren Ordergebühren an, die sich typischerweise nach dem Ordervolumen richten. Im Jahr 2026 bewegen sich die Transaktionskosten für österreichische Kunden je nach Handelsplatz zwischen circa 3,90 Euro und 0,25 Prozent des Orderwertes. Depotführung und Kontoführung sind bei ING grundsätzlich kostenlos, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Sparplanausführungen auf ETFs sind in vielen Fällen kostenlos oder zu reduzierten Konditionen verfügbar. Kraken arbeitet mit einem Maker-Taker-Modell. Maker-Gebühren starten bei 0,16 Prozent, Taker-Gebühren bei 0,26 Prozent und sinken bei höherem monatlichen Handelsvolumen deutlich. Für einfache Sofortkäufe über die vereinfachte Oberfläche können höhere Spreads anfallen. Ein- und Auszahlungen per SEPA-Überweisung sind bei Kraken in der Regel kostenlos, Kartenzahlungen kosten jedoch zusätzliche Gebühren. Beim direkten Vergleich gilt: Wer klassische Wertpapiere handelt, fährt mit ING kostentransparenter. Wer aktiv Kryptowährungen tradet, profitiert bei Kraken von wettbewerbsfähigen Handelsgebühren, sollte aber die Gesamtkosten inklusive Spread stets im Blick behalten.
§03Für wen ist welcher Broker besser geeignet?
ING Austria eignet sich besonders für langfristig orientierte Anleger, die ihr Kapital in Aktien, ETFs oder Fonds investieren möchten. Die Plattform ist intuitiv bedienbar, auf Deutsch verfügbar und bietet einen persönlichen Kundenservice in Österreich. Für Einsteiger, die einen strukturierten Vermögensaufbau via Sparplan anstreben, ist ING eine solide Wahl. Auch ältere Anleger oder Nutzer, die Wert auf eine klassische Bankbeziehung legen, profitieren von der Infrastruktur der ING. Kraken richtet sich an Nutzer, die gezielt in Kryptowährungen investieren oder diese aktiv handeln möchten. Die Plattform bietet erweiterte Handelsfunktionen wie Margin Trading, Futures und Staking, was sie für erfahrene Trader attraktiv macht. Anfänger im Kryptobereich können die vereinfachte Oberfläche nutzen, sollten aber die höhere Volatilität und die fehlende staatliche Einlagensicherung für Kryptowerte bedenken. Eine Kombination beider Plattformen ist für viele österreichische Nutzer sinnvoll: ING für das klassische Wertpapierdepot und Kraken für den Kryptoanteil im Portfolio. So lassen sich Regulierungssicherheit und Zugang zum Kryptomarkt gleichzeitig abdecken.
§04AT-spezifische Steuerhinweise für österreichische Trader
In Österreich unterliegen Kapitalerträge der Kapitalertragsteuer (KESt) in Höhe von 27,5 Prozent. ING Austria als inländische Bank führt die KESt automatisch an das Bundesministerium für Finanzen (BMF) ab, was die Steuererklärung für Anleger deutlich vereinfacht. Gewinne aus dem Verkauf von Aktien, ETFs und anderen Wertpapieren werden direkt einbehalten, ein manueller Eintrag in der Steuererklärung ist in der Regel nicht notwendig. Bei Kraken hingegen erfolgt kein automatischer KeSt-Abzug, da es sich um einen ausländischen Anbieter handelt. Österreichische Nutzer sind daher verpflichtet, Gewinne aus dem Kryptohandel selbst in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Seit der Kryptowährungsbesteuerungsreform 2022, die 2026 weiterhin gilt, werden Kryptowerte in Österreich wie Kapitalvermögen behandelt und mit dem Sondersteuersatz von 27,5 Prozent besteuert. Verluste aus Kryptogeschäften können innerhalb derselben Einkunftsart mit Gewinnen verrechnet werden. Die Dokumentationspflicht liegt beim Steuerpflichtigen selbst. Tools zur automatischen Steuerberechnung können helfen, sind jedoch kein Ersatz für fachkundige Steuerberatung. Eine Rücksprache mit einem österreichischen Steuerberater wird empfohlen.
- ING Austria bietet keinen direkten Kauf von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum an. Im Depot sind jedoch bestimmte Krypto-ETPs und entsprechende Zertifikate handelbar, die eine indirekte Beteiligung an Kursveränderungen ermöglichen. Wer echte Kryptowährungen halten möchte, benötigt dafür eine spezialisierte Plattform wie Kraken.